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Extrakt

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Information ist gespeicherte Ordnung, die von  lebender  Materie erzeugt und genutzt wird, also von Pflanzen, Bakterien, Tieren, Pilzen und Menschen.

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Lebende Materie existiert nur in energie-entwertenden Fließgleichgewichten.
Nach dem heutigen Wissensstand gilt das ausnahmslos für alle bekannten Formen der lebenden Materie, für Einzelorganismen ebenso wie für gesellschaftliche Strukturen, die von Individuen gebildet werden.

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Sämtliche Fließgleichgewichte der lebenden Materie tendieren unablässig zum Zerfall, zur Auflösung der vorhandenen Ordnung.

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In der Physik wird der jeweils erreichte Grad der Unordnung in einem begrenzten Raum mit einer eigenständigen, messbaren Größe gekennzeichnet. Das ist die Entropie.

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Entropie-Änderungen sind messtechnisch in allen geordneten physikalischen Strukturen nachweisbar, die in irgendeiner Weise an Energie-Ausgleichsprozessen oder an Energie-Umwandlungsprozessen teilnehmen.

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Biologische Einzelorganismen und daraus zusammengesetzte gesellschaftliche "Organismen" sind hochgeordnete physikalische Strukturen, die ständig Energie-Umwandlungen zur Aufrechterhaltung ihrer Fließgleichgewichte ausführen.
Sie unterliegen daher in besonders hohem Maße dem unablässigen Drang der Natur nach Ordnungszerfall (dem Entropiegesetz).

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Ein wirksames Mittel der lebenden Materie, um ihren fortwährenden Ordnungszerfall aufzuhalten und zurückzudrängen, ist Information.
Genau dafür werden die genetischen Informationen in sämtlichen Körperzellen benötigt, ebenso wie die mentalen in unseren Gehirnen und die technischen in unseren Geräten.

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Im Unterschied zum Entropiegesetz, das permanent neue Unordnung zugunsten gleichmäßiger Verteilungen erzeugt, kann mit Hilfe von Informationen alte Ordnung im Sinne ungleichmäßiger Verteilungen beibehalten bzw. wiederhergestellt werden.

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Makroskopischer Ausgleich durch mikroskopisches Mischen heißt die universelle Devise des Entropiegesetzes.
Die von diesem Gesetz erzeugte Unordnung ist die strengste Ordnung, die sich denken lässt: Die "einwertige" Ordnung der flüssigen Ebene.
Im Unterschied dazu setzt jede beliebige Information die Aufrechterhaltung einer mindestens zweiwertigen Ordnung voraus.

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Im ständigen Kampf gegen die fortwährende Durchmischung der Natur muss die lebende Materie unablässig eigene und fremde Materie zu Informationszwecken okkupieren, d.h. in bestimmter Weise ordnen und dafür sorgen, dass diese (mehrwertige) Ordnung erhalten bleibt.
Nur so kann die lebende Materie ihre eigene Existenz und Weiterentwicklung absichern.

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Jede Information basiert somit auf einem Okkupationsvorgang, der von Lebewesen ausgeht.

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Die lebende Materie kann den Kampf mit dem (hirnlosen) Entropiegesetz nur bestehen, wenn sie möglichst mehr Informationen verarbeitet, als eigentlich erforderlich wäre.
Jedes noch so geringe Defizit an Informationen kann schon im nächsten Augenblick zur tödlichen Gefahr eskalieren. Das gilt auf freier Wildbahn ebenso wie im Straßenverkehr.

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Der ständig notwendige Überschuss an Informationen hat auch die Evolution der lebenden Materie auf unserem Planeten geprägt und bei einigen ihrer Spezies zur Herausbildung von Einzelgehirnen geführt, also zu speziellen Organen für die Informationsspeicherung und -verarbeitung.

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